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Selbst hergestellte Gesichtscreme

Aktualisiert: 10. Apr.


Du möchtest deine eigenen Pflegeprodukte herstellen und somit selbst entscheiden, was in deine Creme hineinkommt und zudem noch einen aktiven Beitrag für die Umwelt leisten, indem du die Plastikmassen aus deinem Badezimmer verbannst?

Dann ist selbstgemachte Kosmetik genau das Richtige für dich! Neben der Tatsache, dass Naturkosmetik selber herstellen einfach Spaß macht – ist sie sehr wohltuend und bietet unserer Haut eine naturreine und vor allem unbelastete Qualität. Probier’s mal aus!


Hier kommen fünf Gründe, warum es sich lohnt Kosmetik selber herzustellen:

Grund Nr. 1: Du entscheidest selbst, was rein kommt und welche Inhaltsstoffe du in deine Pflege mischt!

Die Herstellung der eigenen Kosmetik ist es genauso wie beim Kochen oder Backen: Du entscheidest, wie du das Rezept umsetzt, du weißt was drin ist und kannst alles nach deinem Geschmack und auch nach deinen Bedürfnissen anpassen. Genauso bei deiner selbstgemachten Kosmetik: Du alleine bestimmst, welche Inhalts- und Wirkstoffe in deinen Produkten enthalten sind! Das fühlt sich nicht nur herrlich an, sondern bietet den Vorteil, dass Rezepte nach Bedarf angepasst werden können. So näherst du dich Stück für Stück deinem Wunschprodukt, das genau auf deine Bedürfnisse angepasst ist. Die Wertschätzung für ein selbstgemachtes Produkt ist um ein vielfaches höher!


Grund Nr. 2: Hochwertige Qualität!

Auch bei der Qualität hast du selber die Kontrolle: kaltgepresste, unbehandeltes Öl in Bio-Qualität sind um ein vielfaches besser für deine Haut als raffinierte Öle, die man auch als Erdöle bezeichnet. Möchtest du ein Öl aus deiner Region beziehen und Kontakt mit der Ölmühle aufnehmen? All das ist möglich und bietet viel Potenzial: für eine umweltfreundliche Lieferkette, für eine hochwertige Hautpflege und Interaktion im Einklang mit der Natur. Wirkstofföle kannst du dir auch selbst herstellen. Damit hast du noch mehr Natürlichkeit und Reinheit in deinen Produkten.


Grund Nr. 3: Minimalistisch und kostengünstig

Mit wenigen Inhaltsstoffen kannst du bereits große Erfolge erzielen und deiner Haut genau das bieten, was sie braucht. Es ist nicht immer nötig dutzende Inhaltsstoffe zu verarbeiten, um eine gute Pflege zu erreichen – das funktioniert auch mit nur drei Inhaltsstoffen! Ähnliches gilt für die Kosten. Auf den ersten Blick scheint die Rohstoffbeschaffung teuer und aufwendig. Am Anfang musst du auch ein wenig investieren - das stimmt. Schließlich brauchst du Utensilien und Rohstoffe, um überhaupt anfangen zu können. Aber lass es dir gesagt sein: du sparst langfristig viel Geld (und Plastik)! Zumal viele Kosmetika im Handel sehr kostspielig sein können.

Grund Nr. 4: Nachhaltig und umweltfreundlich:

Mikroplastik steckt in vielen Kosmetika, etwa in Zahnpasta, Peelings, Duschgelen, in Sonnencremes usw. Das spülen wir natürlich alles den Abfluss runter und damit gelangt Mikroplastik auch ins Grundwasser! Dem kannst du entgegenwirken – agiere nachhaltiger, indem du Plastik reduzierst, Tiegel aus Glas wiederverwertest und Rohstoffe verwendest, die der Umwelt nicht schaden.


Grund Nr.5: Immer ein perfektes Geschenk parat

Du wurdest spontan zu einem Geburtstag eingeladen? Weihnachten steht vor der Tür? Dann hast du mit einer selbsthergestellten Pflege immer ein Ass im Ärmel. Ein handgemachtes Geschenk vermittelt immer viel Liebe und Wertschätzung. Es ist einfach cool und vielleicht kannst du zusätzlich deine Freund*innen für das Thema begeistern und ihr stellt mal zusammen etwas her?!



Wie stelle ich meine eigenen Gesichtscreme her?


Dazu benötigst du eigentlich nur 2 Bestandteile: Sheabutter und ein Öl, was deinem Hautbedürfnis entspricht.

Die Öle kannst du gerne mischen und wenn du der Creme einen besonderen Duft beimischen möchtest, kannst du noch ein paar Tropfen ätherisches Öl dazugeben.


PFLEGEÖLE UND IHRE KOMEDOGENITÄT

In Zusammenhang mit Ölen für die Haut werden häufig die Begriffe komedogen oder Komedogenität verwendet.

Hierunter versteht man, inwieweit sich ein Öl in den Poren der Haut absetzt und diese verschließt. Die verschiedenen Öle lassen sich in unterschiedliche Komedogenitätsgrade einteilen (nicht komedogen, leicht komedogen, komedogen). Nicht komedogene Öle eignen sich meist für alle Hauttypen, während komedogene Öle beispielsweise nicht dauerhaft bei fettiger oder zu Unreinheiten neigender Haut angewendet werden sollten. Als nicht komedogen gelten etwa Arganöl, Kaktusfeigenöl, Hanföl und Sheabutter. Leicht komedogen ist etwa Mandelöl. Und stark komedogen sind Mineralöle, aber auch etwa Kokosöl oder Olivenöl.


ÖLE FÜR TROCKENE HAUT

Bei trockener Haut ist die natürliche Feuchthaltefunktion gestört. Die Hautschutzbarriere ist durchlässig und kann Feuchtigkeit nicht mehr in ausreichender Menge speichern. Auch die hauteigene Lipidproduktion kann eingeschränkt sein. Trockene Haut fühlt sich rau an, spannt und neigt oft zu Rötungen und Juckreiz. Extrem trockene Haut kann auch mit schmerzhaften Anzeichen wie Brennen oder Stechen einhergehen. Hier ist es sinnvoll, die trockene Haut mit Ölen zu pflegen, die besonders reichhaltig und nährend sind.


  • Olivenöl ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält zudem die gesättigte Palmitinsäure. Weitere Bestandteile von Olivenöl sind Vitamin E, Polyphenole und Carotinoide. Diese Zusammensetzung verleiht dem Öl antioxidative Eigenschaften. Darüber hinaus hilft es dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu binden.  


  • Aprikosenkernöl enthält Linolsäure, Oleinsäure und Vitamin E. Zudem weist es Spuren von Vitamin A und B-Vitaminen auf. Aprikosenkernöl zieht schnell ein und versorgt die Haut mit viel Feuchtigkeit.  


  • Macadamiaöl zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Palmitinsäure aus. Darüber hinaus enthält es Vitamin A, E, B1 und B2. Macadamiaöl spendet trockener bis extrem trockener Haut Feuchtigkeit und mildert auf diese Weise Spannungsgefühle.


ÖLE FÜR FETTIGE UND UNREINE HAUT

Bei fettiger und zu Unreinheiten neigender Haut ist die Talgbildung erhöht. Der überschüssige Talg fließt nur eingeschränkt ab und verstopft die Poren, wodurch Unreinheiten wie Mitesser sowie Entzündungen wie Pickel und entzündlichen Hautkrankheiten wie Akne begünstigt werden. Typisch ist zudem ein ölig glänzender Teint. Hier sind vor allem nicht komedogene Pflegeöle wichtig, um die Poren der Haut nicht zusätzlich zu verschließen. Dazu zählen unter anderem Jojobaöl und Distelöl.


  • Jojobaöl ist streng genommen ein Wachs mit einem Ölanteil von 50 %. Somit gehört Jojobaöl zu den nicht fettenden Pflanzenölen. Es enthält die Vitamine A, B und E und besitzt antioxidative Eigenschaften. Zudem gilt Jojobaöl als antibakteriell, wodurch es zur Milderung von Unreinheiten beitragen kann. Darüber hinaus ähnelt Jojobaöl auf der Haut dem menschlichen Sebum (Talg) und hilft so dabei, die hauteigene Talgproduktion zu regulieren.


  • Distelöl für fettige und unreine Haut: Die Wirkung von Distelöl auf die Haut ist noch nicht ausgiebig erforscht. Es gibt jedoch zahlreiche Erfahrungsberichte darüber, dass Distelöl dank antientzündlicher Eigenschaften Anzeichen von Akne mildern kann. Zudem hat das leichte Öl einen mattierenden Effekt auf fettige Haut.


ÖLE FÜR REIFE HAUT

Je älter wir werden, desto reifer wird unsere HautI und stellt andere Bedürfnisse an die Pflege. Reife Haut ist dünner und neigt vermehrt zu Trockenheit. Falten werden ausgeprägter und der Teint wirkt oft weniger strahlend. Reichhaltige Pflegeöle mit Vitaminen und Antioxidantien verwöhnen reife Haut und unterstützen ihre natürliche Strahlkraft.


  • Arganöl: Mit rund 80 % ist der Anteil an ungesättigten Fettsäuren in reinem Arganöl besonders hoch. Darüber hinaus enthält das Öl viel Vitamin E sowie Phytosterole und Carotinoide. Auf diese Weise bietet eine Hautpflege mit Arganöl antioxidativen Schutz und intensive Pflege.


  • Cacayöl ist besonders reich an antioxidativem Vitamin E. Zudem enthält es Retinol und Linolsäure, wodurch es Anzeichen der Hautalterung mildern kann. Ein weiterer Vorteil: Cacay Öl ist nicht komedogen, weshalb es sich auch zur Anwendung bei reifer, zu Unreinheiten neigender Haut eignet.


  • Hagebuttenöl: Die in Hagebuttenöl enthaltenen Vitamine regen die Kollagenbildung in der Haut an und unterstützten einen frischen, strahlenden Teint. Gleichzeitig trägt die antioxidative Wirkung von Lycopin (ein Carotinoid) zum Schutz der Haut vor freien Radikalen bei. Hagebuttenöl kann Falten und Pigmentflecken mildern und fördert die Elastizität der Haut. 


ÖL FÜR EMPFINDLICHE HAUT

Empfindliche Haut erkennst Du daran, dass sie sensibel auf Umweltreize, aber häufig auch auf Inhaltsstoffe von Hautpflegeprodukten reagiert. Empfindliche Haut kann mit anderen Hauttypen auch kombiniert sein. Dies äußert sich zum Beispiel durch Juckreiz, Brennen, Stechen oder Rötungen. Zudem kann die Haut zu Trockenheit neigen und vermehrt schuppen. Die richtigen Öle pflegen empfindliche Haut sanft und unterstützen ihre Widerstandsfähigkeit.


  • Mandelöl eignet sich für jeden Hauttyp, ist aber auch besonders empfehlenswert bei sensibler Haut. Vitamin A, E und Zink schützen die Haut und fördern ihre Regeneration. Mandelöl besitzt zudem antientzündliche Eigenschaften und kann zu Ekzemen neigende Haut unterstützen und stärken.


  • Sheabutter ist ein Öl mit fester, aber cremiger Konsistenz. Sie punktet vor allem durch eine sehr gute Verträglichkeit für alle Hauttypen und eine hautberuhigende Wirkung. Sheabutter enthält Vitamin E, Phytosterole und wertvolle Mineralstoffe, wodurch empfindliche Haut sanft gepflegt und gestärkt wird.


Selbst hergestellte Gesichtscreme

Rezeptur:

reicht für 2 Tiegel a´ 50 ml


60 g (1,5 Teile) Sheabutter

40 g (1 Teil) hautentsprechendes Öl - z.B. 20 g Arganöl, 10 g Himbeersamenöl, 10 g Hagebuttenkernöl

2-3 Tropfen äth. Öl (z.B. Weihrauch, Lavendel)


Sheabutter im Wasserbad schmelzen

Ölmischung dazugeben und verrühren

für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen

danach mit dem Stabmixer oder einem Milchschaummixer verrühren

in Gläser füllen und beschriften.


Da kein Wasser dazugegeben wird, benötigst du keine Konservierung durch z.B. ein paar Tropfen Alkohol oder einer Tinktur. Die Creme hält sich im Normalfall solange, wie die Haltbarkeit des Öles und der Sheabutter.


Hast du schonmal deine eigenen Gesihtscreme selbst hergestellt?


Wenn du dich für weitere selbsthergestellte Naturkosmetik interessierst, kannst du auf unserer Shopseite https://www.die-wohlfuehlpraxis.com/shop das Ebook gerne erwerben.

Darin findest du wunderbare Rezepturen.

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